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Gesammelte Leseempfehlungen, die den Zustand des Journalismus und die Haltung der öffentlich-rechtlichen Medien kommentieren.

Ole Skambraks im Interview: „Niemand aus unserem Kreis möchte den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abschaffen.“

„Wir schätzen ihn als eine Säule unserer gesellschaftlichen Kommunikation und sind von seinen Grundsätzen und dem Programmauftrag überzeugt. Beides sehen wir jedoch in Gefahr.“

„Die meisten Menschen, die auf der Website aktiv geworden sind, versuchen an vielen Stellen interne Veränderungen anzustossen und das nicht erst seit Corona. Sie befinden sich irgendwo zwischen Hoffnung und Resignation.“

„Rund die Hälfte sorgt sich um Pressefreiheit in Deutschland.“

Ein Umfrage-Bericht des MDR zum Tag der Pressefreiheit

„Von außen und innen in der Kritik: der Südwestrundfunk“

„Der Südwestrundfunk streitet erneut mit einem Mitarbeiter, der den Kurs der öffentlich-rechtlichen Sender – in der Coronaberichterstattung und generell – scharf kritisiert.“

„Objektiv? Ausgewogen? Die Realität der Öffentlich-Rechtlichen sieht anders aus.“

Der WDR-Hörfunksender 1Live hatte unter einer Zitattafel des NRW-Ministerpräsidentenanwärters Thomas Kutschaty (SPD) Applaus-Emojis und Jubel-Postings veröffentlicht. Kritik an Kutschaty und Zustimmung zu seinem Gegenkandidaten, Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), wurde auf dem Twitter Account von 1Live ausgeblendet. Dazu kommentiert der Jurist und Hochschulprofessor Arnd Diringer in der Welt: „Und tatsächlich haben die öffentlich-rechtlichen Medien mittlerweile eine politische Schlagseite, die mit den Vorgaben des Medienstaatsvertrags nicht zu vereinbaren ist. Das reicht von Nachrichten- und Politiksendungen über vermeintliche Wissenschafts- und Satire-Formate bis hin zu ‚Funk‘ - einem digitalen Jugendprogramm. [...] Das Bundesverfassungsgericht hat immer wieder betont, dass die Rundfunkfreiheit der ‚freien, individuellen und öffentlichen Meinungsbildung‘ dient. Der Rundfunk muss daher ‚ein Programm anbieten‘, in dem eine ‚gleichgewichtige Vielfalt der in der Gesellschaft anzutreffenden Meinungen gewährleistet ist‘. Und dabei kommt den öffentlich-rechtlichen Medien nach der Rechtsprechung der Karlsruher Richter eine besondere Bedeutung zu.“

„Corona-Kritiker müssen rehabilitiert werden.“

„Peter Hahne wird am Montag, dem 2. Mai, in der Uckermark erwartet. Reporterin Claudia Marsal gab der langjährige ZDF-Moderator vorab ein Interview: ‚Jede Verschwörungstheorie, mit der uns Politiker bewusst getäuscht und Panik gemacht haben, gehört geahndet. Fakenews über angebliche Überbelegung der Intensivstationen, dass Impfen keine Nebenwirkungen hat und immun macht oder ein Massensterben droht etc. Und die Kritiker, die das alles seit zwei Jahren beklagen und deshalb verhöhnt, verachtet, stigmatisiert und dämonisiert werden, müssen in aller Form rehabilitiert werden.‘“

„Gelöschter ‚Welt‘-Artikel entsprach nicht Qualitätsstandards…“

Die „Welt“ hat einen Artikel über die Aktion #ichhabemitgemacht und die gleichnahmige Webseite (ich-habe-mitgemacht.de) des Journalisten Burkhard Müller-Ullrich wenige Stunden nach Veröffentlichung wieder gelöscht (archivierte Version auf web.archive.org).

„Frontal gegen Ken Jebsen“

„Der Wiener Verleger Hannes Hofbauer widmet sich in seinem neuen Buch ‚Zensur – Publikationsverbote im Spiegel der Geschichte‘ ausführlich dem gemeinsamen Angriff großer Konzerne und staatlicher Behörden auf das regierungskritische Portal KenFM.“

„Es braucht eine Rückbesinnung auf die journalistischen Grundregeln.“

Am 27. März schrieb die Journalistin und Autorin Gudula Walterskirchen eine kritische Kolumne über den österreichischen Bundespräsidenten in der Tageszeitung Die Presse (diepresse.com). Kurz danach wurde ihr überraschend gekündigt. Walterskirchens letzte Kolumne vom 10. April ist ein Plädoyer für guten Journalismus: „Anstatt umfassend, ergebnisoffen und möglichst neutral zu informieren sowie Meinung und Information sauber zu trennen, greift ein Haltungs- und Erziehungsjournalismus um sich: Indoktrination statt Information, Propaganda statt Berichterstattung. Das führt zu Schwarz-Weiß-Malerei und einer moralisierenden Einteilung in Gut und Böse - Kategorien, die im Journalismus eigentlich nichts zu suchen haben. Auf der Strecke bleiben die Differenzierung, die neutrale Erklärung und das Darstellen von Für und Wider. Qualitätsjournalismus besteht auch darin, möglichst alle Facetten eines Themas zu beleuchten. Im Haltungsjournalismus und seinem Eiferertum haben Widersprüche und Antithesen hingegen keinen Platz.“

„Ukrainekrieg: Deutsche Medienlandschaft endgültig im Rausch“

nachdenkseiten.de

Deutsche und ukrainische Meinungsmacher aus Medien und Politik entfalten aktuell gemeinsam einen massiven Propaganda-Aufwand, der selbst die Corona-Kampagne übertrifft. Die willige Hingabe vieler Redakteure und Politiker an einen ideologischen Rauschzustand ist gefährlich. Selbst gestandene Medienkritiker – weit davon entfernt, naiv zu sein – müssen angesichts der aktuellen Wucht der Meinungsmache und der geballten Verantwortungslosigkeit in den Redaktionen eingestehen, geschockt zu sein. Ein Kommentar von Tobias Riegel.

„Warum Corona-Leugner immer noch Hass säen.“

Einordnung der Meinungsvielfalt-Redaktion:
Die Pandemiemaßnahmen klingen ab, doch die mediale Kontroverse geht weiter. Die Einen nutzen Social Media Accounts und fordern dort Aufarbeitung, Anderen geht dieses Nachspiel zu weit. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hätte erneut eine Chance, seiner gesellschaftlich vermittelnden Rolle gerecht zu werden. Es wäre eine seiner Pflichten. Doch der Bayerische Rundfunk setzt weiterhin auf Diskreditierung und titelt im aktuellen Kommentar seiner KulturBühne mit den einschlägigen Reizworten. Der Beitrag selbst führt die Tirade fort: Corona-Leugner, Twitter-Mob, Verbal-Schmutz, Verblendung, Pöbel. An die Adresse #IchHabeMitGemacht richtet er den Ruf: Euch braucht niemand! Euch will keiner!

Unsere Antwort: Diesen öffentlich-rechtlich finanzierten Kommentar braucht niemand und will keiner.