Wir wurden radikalisiert.

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Südwestrundfunk (SWR)

Zahlen, Zahlen, Zahlen… - seit Anfang der Pandemie kommt von den Medien kaum etwas außer Zahlen, welche uns Angst, Verwirrung und Hilflosigkeit vermitteln, immer diese Zahlen. Anfangs grüßte uns täglich Herr Drosten, der Experte der Stunde. Und nein, leider gab‘s gar keine Therapie gegen Corona. Wenn das eigene Immunsystem es nicht rafft (mit hoher Wahrscheinlichkeit, dazu mehr Zahlen), dann wird man selbst zu den Zahlen gehören. Die endlosen Talkshows, die alle belegten: Corona ist tödlich, es ist berechtigt, dass unsere Kinder daheim bleiben und auf ihre Jugend verzichten, dass unsere lieben Menschen alleine und erbärmlich sterben. Eine bittere Pille.

Die Zahlen sind subversiv, hat Philosoph Peter Sloterdijk einst gesagt. Durch die Zahlen wurden wir in Dauerangst versetzt, wir wurden emotional und psychisch derart desorientiert. Ich kam mir vor wie ein Epsilon-Kind aus Huxleys „Brave New World“, im Dauerstress durch die täglichen Horror-Bilder. Immer wieder kamen die ++Eilmeldungen++ vom SWR, die Opfer häuften sich, dazu mehr Zahlen. Wohin mit uns Menschen? Wir waren das Problem.

Dass die Berichterstattung einseitig war, wurde mir persönlich zunehmend klar. Ich wurde den Eindruck nicht los, es herrsche eine Art allgegenwärtige Zensur. Die Namen Bhakdi und Wodarg, zum Beispiel, fanden nicht mehr statt, denn „jeder weiß“, das sind Schwurbler. (Die Zensur, die bei Facebook und Youtube herrscht, ist phänomenal.) Wo waren hierzu die kritischen Fragen geblieben? Über Nacht wurden alle Maßnahmen-Kritiker diskreditiert, und wir wurden, fand ich, weiter mit Halbwahrheiten von den gleichen „Experten“ billig abgespeist... Und immer wieder verspürte ich diese diebische Freude, bei bisher seriösen Menschen, wenn ein „Impf-Skeptiker“ an Corona verstarb! Eine riesige Spaltung wurde in die Gesellschaft getrieben. Statt Mitmenschen zu sein sind wir zu gegenseitigen Kontrolleuren und Faktencheckern geworden. Wir können nicht mehr denken, wir sind dicht. Wir wurden radikalisiert.

Letztendlich bekommt das Virus recht, wir kriegen es nicht in den Griff. Die Kultur, die Jugend, das Gesundheitssystem - alles ist am Boden. Liebe Journalisten, würdet Ihr jetzt bitte richtige, greifende Fragen stellen? Zum Beispiel die Verstrickungen zwischen „Big Pharma“ und Politik betreffend. Und überhaupt, wie wir kollektiv mit den sozialen, mentalen und physischen Konsequenzen der grotesken Impfkampagne umgehen - jetzt, wo nicht mehr darüber hinweg geschaut werden kann, was die Impf­schäden angeht. Und, ganz nebenbei, ist Euch überhaupt klar, was der Fall Julian Assange für Euch, für uns alle bedeutet?

Vor zwei Jahren ist die Corona-Welle wie ein Tsunami über uns hereingebrochen; jetzt, liebe Journalisten, kommt eine neue Welle: die Welle der Aufklärung. Und die wird, meine ich, nicht wirklich Kompromisse zulassen. Wo werdet Ihr stehen, wenn diese neue Welle anbricht?

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